Als Andrés Escobar nach seinem Eigentor ermordet wurde
Shownotes
Als Andrés Escobar bei der WM 1994 gegen die USA ein Eigentor schoss, schaute er mit einem leeren Blick in die Weite des Stadions. Es sah so aus, als ob er zu diesem Zeitpunkt genau gewusst hätte, was dieses Tor bedeutet. Denn schon vor dem Spiel gab es für Andrés Escobar und seine Teamkollegen Morddrohungen aus der Heimat. Und mit diesem Gefühl gingen die Spieler in das entscheidende Gruppenspiel.
Der kolumbianische Fußball war zuvor auf einem absoluten hoch und bereitete den Menschen aus der Heimat zwischen dem Drogen- und Bürgerkrieg große Freude. Für Pelé war Kolumbien sogar der Favorit auf den WM-Titel 1994. Doch das Hoch hatte auch einen Grund: Drogenbosse wie Pablo Escobar pumpten Geld in den kolumbianischen Fußball. Einerseits um ihn zu unterstützen, andererseits um ihr Geld zu waschen – der Narco-Fútbol. Und beides, die Drogenbosse und die Ermordung von Andrés Escobar, standen im direkten Verhältnis zueinander.

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Audio-Credits: Ende.app
Bilder-Credits:
Produktions-Credits: Sprecher, Redaktion, Audio-Produktion, Titelgrafik: Daniel Kultau
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